Predigt zum Neujahr 2017

Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Neujahr 2017. Möge uns unser Herr auch in diesem Jahre zur Seite stehen und uns durch unser Leben führen und begleiten. Den Predigttext für den heutigen Neujahrstag finden wir bei dem Evangelisten Johannes Kapitel 14, die Verse 1-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesus der Weg zum Vater
Euer Herz erschrecke nicht ! Glaubt an Gott und glaubt an mich ! In meines Vater Haus sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten ? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen ? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Liebe Gemeinde,

von vielen im Glauben noch nicht so erfahrenen Schwestern und Brüder were ich immer wieder einmal gefragt: Gott ja, aber wozu brauche ich Jesus ? Reicht es denn nicht, wenn ich an Gott glaube ? Es reicht in der Tat nicht, an Gott zu glauben, das tut auch der Teufel. Und der ist bestimmt kein Aspirant auf einen Platz im Himmel. Daher wollen wir uns sogleich zu Beginn des neuen Jahres mit Jesus dem einzigen Weg zum himmlischen Vater beschäftigen.

Jesus der Weg

Jesus sagt uns selbst, dass er der Weg zum Vater ist, und zwar der einzige Weg. Und ER möchte uns diesen Weg aufzeigen. Er möchte uns diesen Weg aber nicht nur aufzeigen, er möchte diesen Weg auch gemeinsam mit uns zusammen begehen.

Wenn ich irgendwo in der Fremde bin und nicht mehr weiter weiß, dann frage ich einen ortskundigen Führer, ob er mir den rechten Weg zeigen kann. Wenn ich auf der ganz sicheren Seite sein will, dann bitte ich diesen Führer, mich auf diesem Wege zu führen und zu begleiten, damit ich keinesfalls mein Ziel verpasse.

Bei uns und Jesus ist es genau so. Wir waren alle Fremde in dieser Welt und oftmals einfach orientierungslos. Als wir dann den Weg zum Glauben gefunden haben, haben wir unseren ersten Kontakt zu Jesus, unserem Himmesführer gehabt. Wir sind durch unsere Bekehrung von Gottes Geschöpfen zu Gottes geliebten Kindern geworden.

Gott liebt indes seine Kinder so sehr, dass er alles daran setzen möchte, dass wir uns auf unserem Wege hin zu ihm auch nicht wieder verlaufen. Darum lässt uns Jessu diesen Weg auch niemals alleine gehen. Wenn wir uns an ihn hängen, also unserem Himmelsführer auf Schritt und Tritt folgen, dann werden wir ganz sicher unser Ziel, den Himmel, erreichen.

Aber oftmals meinen wir Menschen ja, es besser zu wissen als Gott. Und dann kann es schon einmal vorkommen, dass wir eine vermeintlich kleine Abkürzung des Weges einschlagen und letztendlich dann doch in einer Sackgasse landen. Aber keine Angst, Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt und wartet nur auf unseren Hilferuf.

Jesus die Wahrheit

Das Gegenteil zur Wahrheit ist bekanntermaßen die Lüge. Und bei Wahrheit und Lüge treffen Himmel und Hölle aufeinander.

Wir haben ja alle nur eine ganz bestimmte Zeit, die wir auf diesem Planeten Erde verbringen dürfen. Und nur diese Zeitspanne steht dem Teufel zur Verfügung, um uns den Kontakt zu Gott zu verwehren oder aber um uns wieder von Gott „loszueisen“.

Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die eigentliche Waffe des Teufels ist aber die Lüge. Nicht umsonst wird er auch als Vater der Lüge bezeichnet. Und der Teufel ist dabei nicht blöde, sondern hochintelligent. Nehmen wir doch sein Wirken in der Schöpfungsgeschichte. Er tritt ja nicht auf und stellt sich als Teufel vor, der gern einmal die Frau Eva verführen wollte. Nein, er beginnt die Unterhaltung in etwa mit den Worten, dass er mit Eva mal über Religion reden wolle. Und dann stellt er irgendwann mit seiner satanischen Logik das Wort Gottes infrage und es kommt zum bekannten Sündenfall, der aber noch gar nicht als Sünde wahrgenommen wird.

Jetzt werden Sie denken: Ja, das war damals, sowas kommt doch heute gar nicht mehr vor. Zugegeben, die Sache mit dem Paradies kommt heute nicht mehr vor. Aber es gibt auch heute noch so viele Lügen in der Welt, die uns der Teufel als Wahrheit „verkaufen“ möchte. Und er hat nach wie vor Erfolg damit. Erfolg, Geld, Karriere und Ansehen benutzt der Teufel gern, um unseren Fokus von Gott wegzulenken.

Jesus indes ist der Vater der Wahrheit. Auf alle unsere Fragen hat er stets die passende uns richtige, sowie richtungsweisende Antwort parat. Jesus möchte, dass es uns wohl ergeht. Er möchte nicht, dass wir in die Sünde abgleiten. Und weil er ja stets an unserer Seite ist, können wir ihn auch bei den noch so kleinen Fragestellungen unseres Alltages bitten, uns zu helfen. Jesus hat übrigens überhaupt nichts gegen Erfolg, Geld, Karriere und Ansehen einzuwenden.

Jesus will uns aber davon abhalten, dass dies die einzigen Ziele unseres Lebens sind und dass sich alles nur noch um sie dreht. Wir dürfen alle viel Geld verdienen, aber der Mittelpunkt unseres Lebens soll ER unser himmlischer Vater sein. Wenn dies so ist, dann werden wir auch verantwortungsvoll mit Reichtum, Ansehen und Erfolg umgehen können.

Jesus das Leben

Liebe Gemeinde, zu dem Erweckungsprediger Spurgeon kam einmal ein junger Mann. Als Spurgeon ihm etwas über den Glauben erzählt hatte, sagte der junge Mann zu ihm: „Schön und gut, aber ich möchte, bevor ich mich bekehre, noch etwas vom Leben haben.“ Spurgeon entgegenete ihm: „Junger Mann, bekehren sie sich doch sofort, dann bekommen Sie nicht nur ETWAS vom Leben, sondern DAS Leben.“

Wenn Jesus uns sagt, dass er das Leben ist, dann können wir als Beweis einfach anführen, dass er der Erste ist, der den Tod überwunden hat und von den Toten wieder auferstanden ist. Wenn das nicht DAS Leben ist !

Was bedeutet dies aber für uns heute zum Neujahr 2017 ?

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite ist DAS Leben, weil er seinen Frieden in uns hineinlegt und wir fortan, ausgestattet mit diesem göttlichen Frieden, unser Leben ganz befreit führen können und dürfen.

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite bedeutet, dass wir schon auf Erden ein erfülltes Leben führen können. Ein Leben, in welchem er die Regie führt und uns leitet und begleitet. Das heißt, dass wir vor nichts und niemandem auf Erden mehr Angst haben müssen, da ja unser Herr an unserer Seite ist.

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite heißt aber auch, das wir ein Leben führen, welches mit unserem körperlichen Tode eben nicht endet. Wir haben schließlich DAS Leben, welches über unseren körperlichen Tod in das ewige Leben eingeht.

Ein friedvolles, erfülltes Leben mit unserem Herrn zu führen und zu wissen, dass dieses Leben zwar auf Erden endet, aber dann ewig weitergeht, das sind doch Haltepunkte unseres Lebens, an denen wir uns auch im Jahre 2017 immer wieder ganz fest anklammern können. Ist das nicht wunderbar ?

Bevor wir auseinandergehen, lassen Sie uns noch gemeinsam in den 4. Vers des Liedes “ Hilf, Herr Jesus, lass gelingen (EG 61) von Johann Rist einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Herr, du wollest Gnade geben, dass dies Jahr mir heilig sei
und ich christlich können leben ohne Trug und Heuchelei,
dass ich noch allzeit auf Erden fromm und selig möge werden.
Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegnetes Neujahr und einen guten Start in die erste Januarwoche 2017.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber