ePredigt-Archiv » Paulus im Galaterbrief, 4.Kapitel, Verse 4 - 7
Liebe Lesergemeinde !
Ich grüße Sie ganz herzlich zum Weihnachtsfest.
Die Freude der Weihnacht möge Ihr Herz erfüllen und SEIN Frieden Ihnen Geborgenheit schenken.
Für unsere Predigt lesen wir bei Paulus im Galaterbrief im 4.Kapitel die Verse 4 - 7:²
"Als aber die Zeit erfüllt ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in unsre Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater! So bist du nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott."
Der Herr segne an uns SEIN Wort!
Liebe Gemeinde! - Es ist Weihnachten!
Weihnachten ist ein Fest der Überraschungen. Auch auf jeden von Euch wartet ein Überraschungspaket. Von meinem Paket möchte ich jetzt erzählen. Wenn Ihr zuhört, werdet Ihr sicher auch Euer Paket finden. Es lohnt sich für Euch. Die ganze Weihnachtsfreude ist da drin.
Ich habe mein Paket bereits ausgepackt. Zunächst kam viel Verpackungs- material zum Vorschein. Da waren die Enttäuschungen meines Lebens, die, die ich empfangen habe und die, die ich Anderen bereitet habe. Sie waren umhüllt vom Dunkel der Tränen Gottes.
Dann leuchtete mir etwas entgegen, wie Schneebälle aus Licht. Es waren die kleinen und großen Geschenke meines Lebens, die, die mir in Liebe gereicht wurden und die, die ich Anderen in Liebe gegeben habe. Sie strahlten aus der Freude Gottes.
Und endlich ganz unten lag das Geschenk. Es war ein Bild. Auf dem Bild war eine Krippe und ein Foto von mir. Ein Lichtschein aus der Krippe umschloss mein Foto. Ich betrachtete das Foto. Im Drehen veränderte sich mein Gesicht auf dem Foto. Mal sah ich mich in Trauer , mal in Freude. Mal sah ich mich im Ärger und mal im Glück. Mal sah ich mich im Zorn und mal im Mitgefühl. Wie ich mich im Wechsel erblickte, schaute ich auf das Kind in der Krippe.
Und es war als wenn das Jesuskind zu mir sprach:
ICH grüße dich Bruder.
Im Licht war ICH in deinem Leben überall bei dir.
Nun bin ICH gekommen, dich zu MEINEM Vater zu holen.
ER wartet auf dich.
ICH bin ein Erdenkind geworden, damit du ein Kind Gottes werden konntest.
Lass dein Herz MEINE Krippe sein, dann wird MEIN Geist dich leiten.
Du kannst zu Gott, deinem Herrn kommen und IHN als Vater anrufen.
ER ist bereit, dich zu empfangen, dir Leben aus der Fülle SEINER Liebe zu geben.
In diesem Bild und diesen Worten fand ich die Weihnachtsfreude als Geschenk Gottes. Auch Ihr könnt solche Freude in Eurem Geschenk von Gott finden. ER hat für Jeden von Euch so ein Überraschungspaket.
Seit der Geburt Jesu, in Bethlehem, haben immer wieder Menschen solches Weihnachtsgeschenk empfangen. Viele haben davon erzählt,wie sie in Jesu Gemeinschaft als Gottes Kinder leben durften.
Auch unser Predigtwort des Paulus erinnert daran. Da heißt es:
"Als die Zeit erfüllt ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen."
Gott bemühte sich allezeit um Gemeinschaft mit uns Menschen.
Gott berief ein Volk als SEINE Gemeinde.
ER gab ihnen SEIN Wort der Weisung.
Doch Gott sah, dass SEINE Gebote sie nicht zur Begegnung und zur Gemeinschaft mit IHM führten. Da öffnete Gott in Jesus einen neuen Weg. SEIN Sohn wurde ein Kind. Alle Menschen wurden durch dieses Kind zur Liebe gerufen. Wo Menschen sich in Liebe Jesus zuwandten, empfingen sie die Freiheit, allezeit zu Gott zu kommen. Gott nahm sie als SEINE Kinder an.
In Jesu Geist konnten sie Gott als Vater anrufen. Denn Jesus hat den Weg freigemacht, indem ER alle Last der Sünde und Schuld ans Kreuz getragen hat.
Das ist das Angebot der Erlösung für alle Menschen.
Auch wir können es für uns erbitten und immer wieder neu annehmen.
Denn auch wir begeben uns immer wieder in Abhängigkeiten und wir sind Gott und SEINEM Wort ungehorsam. Wir leben oft wie Kinder der Welt und vergessen, dass wir Gottes Kinder wurden.
Weihnachten erinnert uns, dass wir Gottes Kinder wurden.
Weihnachten, das sind nicht ein paar Tage unseres Lebens.
Gottes Krippe begleitet unser Leben.
Sie will Mitte unseres Lebens sein - Jesus will Mitte unseres Lebens sein.
Dazu lädt uns Gott durch SEIN Wort ein. SEINE geschenkte Freude weckt Hoffnung auf die kommende Herrlichkeit Gottes.
Unter SEINEM Segen können wir in Dankbarkeit und Freude in den Alltag gehen, wie die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Über sie heißt es bei Lukas:
"Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war" (Luc 2,20).
So wünsche ich uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit.
Ich grüße Sie herzlich
Ihr Pfr. i.R. Steinführer (geschrieben 25.12.2001)
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