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ePredigt-Archiv » 2.Korintherbrief des Paulus 4.Kapitel, Verse 3 - 6

Liebe Lesergemeinde !

Ich grüße Sie herzlich am 6.Januar, dem Epiphaniastag. Dieser Sonntag steht unter dem Evangelium der Weihnachts- geschichte von Matthäus. Drei Weise lassen sich durch einen Stern und durch die Verheißung Gottes zu Jesus an die Krippe nach Bethlehem führen. In der Begegnung mit Jesus finden sie zur Anbetung Jesu. Darin begegnen sie Gott als Herrn.

Als Predigtwort ist uns ein Wort des Apostels Paulus aus dem 2.Korintherbrief, im 4.Kapitel, die Verse 3 - 6 gegeben:²

"Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist´s denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkennt- nis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi."

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Am Abendhimmel leuchten Sterne über weiße Berge von Schnee.
Sie funkeln wie Lichter aus einer anderen Welt.
Sie stellen unser Leben in weiten Raum.
Sterne lassen Gottes Größe und Unendlichkeit ahnen.

Können Sterne für uns mehr sein?

Im Fernsehen läuft eine Sience - fiction - Serie: stargate - Sternentor. Sie erzählt vom Menschentraum des Aufbruchs zu den Sternen und von Begegnungen mit fremden Zivilisationen. Wie im Märchen begegnen uns fremde Wesen: im friedlichen Miteinander und im Kampf des Guten gegen das Böse. Auch moderne Märchen spiegeln Gedanken und Vorstellungen der Zeit. Denn auch in unserer Zeit leben Menschen im Blick auf die Sterne. Die vielen Horoskope in den Tageszeitungen und Illustrierten machen das deutlich. Andere richten sich nach menschlichen Sternen. "Stars" bestimmen als Vorbilder Mode, Musik, Verhalten und Lebensstil.

Woran orientieren Sie sich?
Sind es bewusst oder unbewusst die Sternzeichen und ihre Deutung, die Ihr Leben bestimmen?
Sind es "Stars", an denen Sie sich ausrichten?

Für uns als Christen sollten diese Sterne nicht maßgebend sein!

Die Bibel erzählt von einem Stern, der Menschen zu Jesus und damit zu Gott führte. Jesus selbst bezeichnet sich in der Offenbarung des Johannes (Offb 22,13) als der helle Morgenstern. ER ist gekommen, Menschen den Weg zu Gott zu weisen und zu ermöglichen. Das geschieht nach Gottes Plan und Willen.

Gott ließ es vor langer Zeit dem Bileam schauen und verkünden:
"Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es wird ein Stern aus Jacob aufgehen und ein Zepter aus Israel auf- kommen" (4.Mose 24,17).

Aus ferner Zeit lässt Gottes Wort Jesus aufleuchten, wie ein Stern, der uns zu Gott führen möchte. Doch dieser Jesus ist für uns gegenwärtig und will das Licht unseres Lebens sein.

Lass dieses Licht Dein Herz erfüllen!

Paulus bezeugt im Predigtwort, dass dies durch Gott geschieht. Er sagt: "Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi" (2.Kor 4,6).

Das kann Jedem in der Begegnung mit Gott durch SEIN Wort widerfahren. Denn in der Verkündigung der frohen Botschaft Gottes, in der Verkündigung des rettenden Jesus Christus, können Menschen Gottes Liebe und Herrlichkeit erkennen.

Gottes Liebe und Herrlichkeit möchte allen begegnen.

SEINE Gemeinschaft möchte das Leben aller Menschen, möchte auch unser Leben, erfüllen. Gott gibt SEINEN hellen Schein als Geschenk in die Herzen der Menschen. Dieses Geschenk kann nur im Glauben empfangen und geschaut werden.

Ohne Glauben wird die Predigt von Jesus Christus zu einem Bericht über einen guten und idealen Menschen.
Ohne Glauben wird das Kreuz zum Zeichen des Scheiterns von gelebter Gottesliebe.

Der Glaube aber sieht das Kreuz als unbegreifliches Rettungs- werk Gottes, als geöffneten Rettungsweg Gottes für uns.

So stellt Paulus in seiner Verkündigung das Kreuz Jesu Christi in den Mittelpunkt. Für Paulus ist das Kreuz das Zusammenkom- men des Leidens unter der Ablehnung Gottes durch uns Menschen mit dem Sieg der Herrlichkeit des Heils für uns Menschen. In der Gemeinschaft mit Christen werden wir in Beidem mit hineingenommen.

Paulus erzählt in seinen Briefen von solcher Erfahrung. Im 2.Korintherbrief spricht er über Vorwürfe, die ihm über sein Leben und seine Verkündigung gemacht werden.
So sagt er der Gemeinde:

Ich habe nichts anderes als die Wahrheit des Evangeliums verkündet. Wer meint, meine Verkündigung des gekreuzigten Christus verdecke SEINE Herrlichkeit, dem muss ich sagen: Ihr seid verblendet von der Welt, dass ihr im Kreuz nicht das Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi seht. Ich habe mir diese Botschaft und diesen Dienst nicht selber gesucht.
Sondern, ich bin berufener Apostel, dass ich den Menschen außerhalb des Gottesvolkes Gottes frohe Botschaft der Rettung in Jesus bringe. Gott hat mir nicht nur diesen Auftrag gegeben, sondern auch SEIN Licht, dass Menschen erleuchten kann. In diesem Licht können sie Jesu Herrlichkeit als Rettung für ihr Leben sehen.

Wo Gott Menschen beruft, gibt ER auch SEIN Licht der Erkenntnis und SEINE Vollmacht.

Das gilt für uns als Prediger und für Euch als Gemeinde.

Die Dienste, zu denen wir berufen werden, können unterschiedlich sein. Aber wir alle können das Licht empfangen, dass uns Jesu Herrlichkeit erkennen lässt und uns ruft, SEINE Rettung anzunehmen. So will Jesus uns zum Stern werden, der uns zu Gott führt.

In diesen Tagen wird im Fernsehen für ein Buch geworben:
"Kraft zum Leben" Als Angebot haben wir eine Postwurfsendung mit kostenloser Bestellmöglichkeit bekommen. Ich kenne das Buch nicht. Aber die Begleitworte eines Stars sprechen zwar von der Ermöglichung einer persönlichen Beziehung zu Gott. Doch von Jesus Christus ist nicht die Rede.

Nach den Aussagen der Bibel ist eine persönliche Beziehung zu Gott nur möglich durch Jesus Christus und der Annahme SEINES am Kreuz erwirkten Heils.

Wer immer dieses Buch bestellt und liest, möge dies nicht vergessen!

Es gibt nach Gottes Wort keinen Weg zu Gott, der an dem Messias Gottes, an Jesus Christus vorbei geht.
Denn Jesus ist das Licht und die Kraft für das Leben.

Darin geschieht Epiphanias -
Erscheinung der Herrlichkeit Christi

Die drei Weisen gaben Jesus die Ehre, fielen vor IHM nieder, gaben IHM ihre Geschenke, beteten IHN an, wie die Menschen dieser Zeit ihren Kaiser als Gott begegneten.

Lasst uns Jesus so begegnen und die Herrlichkeit Gottes wird mit uns gehen.
ER ist der Stern, der Dich zum Leben mit Gott führen will und kann.

Lassen Sie uns das unter dem Segen Gottes annehmen.

Ich grüße Sie herzlich
Ihr Pfr. i.R. Steinführer (geschrieben 06.01.2002)

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