ePredigt-Archiv » Lukasevangelium 2.Kapitel
Liebe Lesergemeinde !
Ich grüße Sie herzlich am Heilig Abend.
Sie empfangen diese Predigt weltweit , in Nord- und Südamerika, in Afrika, in Asien, in Australien und in Europa. Ich danke den Lesern, dass wir uns gemeinsam um Gottes Botschaft sammeln konnten. Ich wünsche Allen, dass Sie mit dem Weihnachtsfest der Liebe Gottes in Jesus begegnen.
Als Predigtwort lesen wir die Weihnachtsbotschaft aus dem Lukasevangelium im 2.Kapitel:²
"Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlecht Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herren Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heer- scharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unterein- ander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war."
Der Herr segne an uns SEIN Wort!
Liebe Gemeinde!
Die Glocken haben das Weihnachtsfest eingeleutet.
Sind wir bereit, Gott zu begegnen?
Gott ist in unsere Welt gekommen!
Wir hören es in der Botschaft des Weihnachtsevangeliums.
Wir hören und sehen es im Krippenspiel der Kinder.
Gott ist gekommen in der Geburt Jesu in Bethlehem. Diese Geburt war ein Weltereignis. Doch nur wenige in der Welt haben es damals wahrgenommen. Jesu Geburt geschah in einem kleinen Ort am Rande des großen römischen Reiches. Nicht einmal die Gläubigen des jüdischen Volkes, die auf den Heiland und Messias warteten, haben davon Kenntnis genommen. Für die aber, die dieses Ereignis erlebten, wurde es zum Aufbruch. Sie begannen davon zu erzählen. Sie dankten Gott, lobten und priesen IHN.
So ein Aufbruch kann auch unter uns geschehen. Wir können in dem Kind in der Krippe der Liebe Gottes begegnen.
Weihnachten gehört für uns zum Ablauf des Jahres. Schon Wochen vorher wird überall über Weihnachten gesprochen. Zeitig wird erinnert, an alle Weihnachts- geschenke zu denken. Uns begegnet ein großes Weihnachtsangebot für Essen und Trinken. Zum Schmücken der Wohnungen und Häuser bietet sich eine Vielfalt an. Betriebe, Vereine und Gemeinden laden zu vorweihnachtlichen Feiern.
Nun aber ist Weihnachten. Gott selber kommt zu Wort!
Wir hören SEINE Botschaft, die ER durch einen Engel verkünden ließ:
Euch ist heute der Heiland geboren!
Einfache Leute, Hirten auf dem Felde, empfingen diese Botschaft. Sie waren Menschen, die in der sozialen Werteskala weit unten standen. Auch viele Gemeindeglieder, dachten nicht anders. Sie meinten, die Hirten würden auch bei Gott einen solchen Platz einnehmen. Gott aber sah ihre Not an und sprach ihnen Hoffnung zu. Darin geschah was Jesus später allen Menschen sagte:
"Der Menschen Sohn ist gekommen um selig zu machen, was verloren ist" (Mt 18,11).
Jesus ist als Helfer und Retter für Alle gekommen, die die Gemeinschaft mit Gott und ihre Hoffnung auf Gott verloren haben. ER lädt sie ein. Wer Hilfe sucht, kann durch Jesus Gottes Hilfe empfangen.
Jesus bringt Gottes Liebe!
Bereits in der Krippe begegnet ER den Menschen mit Gottes Liebe.
Auch für Euch kann das Wirklichkeit werden. Ihr könnt hier Euer Bethlehem finden. Jesus wartet darauf, dass Ihr kommt und mit IHM redet.
Sagt IHM, was Euch bewegt an Not und Schuld, an Freude und Hoffnung.
Jesus hört Eure Gedanken und Worte.
Erbittet SEINE Hilfe.
Jesus wird Euch Eure Schuld vergeben, wenn Ihr IHN darum bittet.
ER wird Euch begleiten und Eure Not mit Euch tragen.
ER wird Eurem Leben neue Wege öffnen, Eure Freude und Hoffnungen durch Gottes Liebe neu ausrichten.
Lasst Euer Herz und Euer Leben von IHM bestimmt sein. Denn ER ist auch für Euch in diese Welt gekommen. Darüber könnt Ihr Euch freuen.
Nehmt diese Freude mit in Eure Häuser und Wohnungen.
Wenn Ihr einander in Liebe beschenkt, möge es ein Weiterreichen der empfangenen Liebe Gottes sein. Wenn Ihr die Kerzen entzündet, möge darin Gottes Licht, das in Jesus in die Welt gekommen ist, aufleuchten.
Dazu gebe der Herr SEINEN Segen.
Hört aus einem Weihnachtslied:²²
Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht.
Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Heiligen Abend bei der Krippe Jesu Christi
Ihr Pfr. i.R. Steinführer (geschrieben 24.12.2001)
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