ePredigt-Archiv » Johannes 14.Kapitel, Vers 19
Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am 1. Sonntag nach Ostern. Da ich gerade erst aus dem Krankenhaus gekommen bin, möchte ich Ihnen nur einen Gruß zur Osterzeit senden. Der Herr segne uns SEIN Wort!
Zum kommenden Sonntag werde ich wieder zum vorgesehenen Predigttext eine ePredigt senden. Die ePredigt ist zum Newsletter des Monats April 2002 gewählt worden. Sie können das unter: http / www.derarchivar.de lesen und dazu auch ein Interview von mir.
Herzlich bedanken möchte ich mich für alle Grüße, Genesungswünsche und Fürbitten.
Liebe Gemeinde!
In dieser Osterzeit möchte ich Sie ganz herzlich grüßen. Ich möchte Ihnen ein Wort Jesu weitersagen.
Der Herr sagt:
"Ich lebe und ihr sollt auch leben" (Joh 14,19).
Es ist ein Wort, das mich in diesen Tagen besonders bewegt. Als ich gestern aus dem Krankenhaus nach Hause kam, grüßte mich der Pflaumenbaum im Garten am Gartenzaun in voller Blütenpracht. Es war wie eine Zusage. Gottes Leben wartet auf Dich. Und Gott allein weiß in welcher Zeit und in welchem Raum mir SEIN Leben begegnen will.
Ich war über Ostern im Krankenhaus. Das war eine andere Lebenswirklichkeit als der normale Lebensalltag. Das Leben konzentrierte sich auf Behandlung und Warten, auf Hoffnungen, von denen man nicht wusste, ob und wann sie sich erfüllen. Dazwischen waren Schmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung. Das Leben von "draußen" kam zu Besuch.
Ich konnte mich über Besuche freuen und an übermittelte Grüße aus aller Welt, und aus dem engeren Kreis ums zu Hause. Ich bin dankbar für vielen Zuspruch und Gebetszusagen. Das alles erfreute und bewegte mein Herz. Mein Leben war darin verbunden mit dem Leben "draußen".
Draußen war eben nicht nur, was vor den Fensterscheiben passierte: das Blühen der Osterglocken, der Zierkirsche und der Blutjohannisbeere, das geschäftige Treiben der Amseln, das Stockern der Enten in den Büschen und das Herumstreifen der Katze.
Mein Weg nach "draußen" endete nicht am Parkplatz und mein Weg führte mich nicht nur durch Korridore zum Krankenzimmer und ins Bett. Der Weg nach "draußen" führte mich zu Menschen. Er führte mich auf einer anderen Ebene zu einer Kapelle im Krankenhaus. Sie war menschenleer, aber österlich geschmückt. Vom Altar grüßte das leere Kreuz und die aufgeschlagene Bibel mit der Osterbotschaft:
Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.
Ja, Jesus lebt, wie ER gesagt hat. Und ER hat verheißen, dass wir leben sollen.
War das, das fröhliche Ostern - Feliz pascoa - das mir ein Leser gewünscht hatte?
In Jesu Zusage des Lebens konnte ich geborgen sein. Dafür konnte ich danken, darauf konnte ich hoffen und darauf mich freuen. Sicher war es keine Fröhlichkeit, die sich unbeschwert und jubelnd wie eine Lerche in den Himmel wirft - aber eine Freude, die wie ein Aufwind der Ostersonne entgegenträgt.
Ich wünsche Ihnen allen, dass Jesu Wort Sie dem Vater entgegen trägt.
Ja, ER sagt Euch:
"Ich lebe und ihr sollt auch leben."
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