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ePredigt-Archiv » Apostelgeschichte 17.Kapitel, Vers 22-34

Liebe Lesergemeinde!

Ich grüße Sie herzlich am 3. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Jubilate.

Für Ihre Grüße, Genesungswünsche und Fürbitten möchte ich mich erneut bedanken. Ich denke, es wird noch etwas Zeit brauchen zur Genesung.

Als Predigtwort sind uns Verse aus der Apostelgeschichte gegeben. Sie stehen im 17.Kapitel, in den Versen 22 - 34:

"Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, daß ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet. Ich bin umhergegangen und habe gesehen, eure Heiligtümer und fand einen Altar, darauf war geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein Herr ist Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln mit Händen gemacht: auch läßt er sich nicht von Menschenhänden dienen, als bedürfe er jemandes, da er doch selber jederman Leben und Odem und alles gibt. Und er hat gemacht, daß von Einem aller Menschen Geschlechter stammen, die auf dem ganzen Erdenboden wohnen, und hat bestimmt, wie lange und wie weit sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollten, ob sie wohl ihn fühlen und finden möchten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch etliche Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. So wir denn göttlichen Geschlechts sind, sollten wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.
Die Zeit der Unwissenheit zwar hat Gott übersehen; nun aber gebietet er den Menschen, daß alle an allen Enden Buße tun. Denn er hat einen Tag gesetzt, an welchem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn auferweckt hat von den Toten.
Da sie hörten von der Auferstehung der Toten, da hatten´s etliche ihren Spott; etliche aber sprachen: Wir wollen dich davon ein andermal hören, So ging Paulus von ihnen. Etliche Männer aber hingen ihm an und wurden gläubig, unter welchen auch war Dionymus, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen."

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde! Wie seht Ihr Euer Leben? Ist Euer Leben wie ein misslungener Fernsehabend?

Genervt legt Ihr die Fernbedienung weg. Dreißig Programme habt Ihr durchgeschaltet und nichts gefunden, was jetzt für Euer Leben wichtig wäre. Stellt Euch vor, da kommt jemand rein und sagt zu Euch:

Ich kann Euch zeigen und sagen, was Ihr jetzt zum Leben braucht. Kommt und seht!
Gottes Leben wartet auf Euch!

So überraschend mag es für die Menschen in Athen gewesen sein, als sie Paulus begegneten. In unserem Predigtwort wird eine faszinierende Geschichte aus der Anfangszeit der christlichen Gemeinden erzählt.

Paulus wartet in Athen auf Silas und Timotheus. Er hat Zeit und schaut sich in der Stadt um. Da erregen und bewegen ihn die vielen Tempel und Götterbilder in der Stadt. Er fühlt sich gedrängt, in den Gebetshäusern der Juden und auf dem Markt die Botschaft von Jesus und SEINER Auferstehung zu verkünden.

Bewegt es uns, wenn wir heute sehen, wie Menschen unserer Zeit ihre "Götterbilder" verehren und die Botschaft "ihrer Götter" als Zukunftshoffnung unter die Leute bringen?

Begeben wir uns in ihre "Gebetshäuser" und auf ihren Märkten und Foren der Meinungsäußerungen?

Paulus war ganz bewusst in die Synagoge und Märkte gegangen. Er erlebt, dass er von den Menschen dort in eine Öffentlichkeit gedrängt wird, die er nicht gesucht hat. Er findet sich wieder auf dem Areopag, dem Platz öffentlicher Gerichtsverhandlungen und Entscheidungsfindungen für entscheidende gesellschaftliche Fragen. Dort redet er zu einer Menge und sagt ihr:
Ich sehe, ihr müht euch um Mächte, die euer Leben bestimmen. Dabei rechnet ihr selbst mit der Möglichkeit, dass ihr die Vielfalt und Vollständigkeit dieser Mächte nicht erfasst habt. So habe ich einen Altar gefunden, darauf steht geschrieben: Dem unbekannten Gott.

Diesen Gott verkündige ich euch!
Es ist der Gott, der alles geschaffen hat und über alles herrscht. Dieser Gott ist nicht auf eure Verehrung und euren Dienst angewiesen. ER ist der Gott, der für euch da ist, der an euch bereits gehandelt hat. ER hat in eure Herzen ein Sehnen und Suchen nach SEINER Gegenwart und Gemein- schaft gegeben. Ihr selber habt bereits ge- merkt, wie dieses Sehnen und Suchen für euer Leben wichtig ist.

Nun lässt Gott euch sagen: Es ist Zeit, dass ihr euer ganzes Leben auf diesen Gott ausrichtet. Gott hat einen Zeitpunkt bestimmt, wo die Menschheit und diese Welt in Gottes Gerechtigkeit und Frieden leben wird. Es wird geschehen in der Gemeinschaft mit diesem Gott. Diese Gemeinschaft hat Gott allen angeboten durch den EINEN, mit dem ER einen Anfang einer neuen Welt gesetzt hat. Dieser Anfang ist geschehen in der Auferstehung Jesu von den Toten. Vertraut auf diesen Jesus und lebt das neue von Gott geschenkte Leben.

Auch in unserer Zeit gibt es ein Suchen nach einer Mitte des Lebens, ein Suchen nach Verbundenheit mit der Quelle des Lebens und weltgestaltender Macht. Für Viele bleibt es ein Suchen nach einem "unbekannten Gott".

Von der Bibel können wir es uns zusprechen lassen.

Die Mitte des Lebens ist der auferstandene Jesus Christus. ER ist die Quelle des Lebens und weltgestal- tenden Macht.
Jesus lädt uns ein.
In IHM empfangen wir Gemeinschaft mit Gott und ein Leben, das auch durch des Tod hindurch führt.

Kommt und seht, was die Bibel über das Leben mit dem Auferstandenen erzählt!

Kommt und seht, wie Gemeinde aus der Gemeinschaft mit dem Auferstandenen lebt!

Der Wochenspruch richtet unseren Blick darauf:
"Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden" (2.Kor 5,17).

Gottes Segen möge es uns schenken, dass wir das ´Neue´ leben und es weiter geben.

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