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ePredigt-Archiv » 2.Petrusbrief 1.Kapitel, Verse 16-19

Liebe Lesergemeinde !

Ich grüße Sie herzlich am letzten Sonntag nach Epiphanias. Das Predigtwort steht im 2.Petrusbrief im 1.Kapitel, in den Versen 16 - 19:²

"Denn wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen."

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Noch einmal leuchtet das Licht aus der Krippe.
Es sagt uns: Jesus ist unter uns!

Die Weihnachtszeit geht zu Ende.
Die Krippe wird fortgeräumt.
Aber Jesus bleibt unter uns.
Du kannst Jesus begegnen.

Dann kommt in Deinem Dunkel das Licht der Liebe Gottes. Es ist ein Geschehen, dass in der Welt keine Aufmerksamkeit erregt. Aber es verändert Deine Welt und Dein Leben. Und es setzt ein neues Hoffnungslicht in die Welt, wenn Du es anderen weiter sagst.

Ich möchte Euch von einem Mädchen erzählen: Sie war noch keine 15 Jahre. Ihr Vater war schon vor ihrer Geburt verstorben. Ihre Brüder waren fern in der Fremde. Da wurde ihre Mutter krank, sie lag mit Nervenfieber. Die Oma konnte sie und die Mutter nicht versorgen. So kam sie zur Patin, einer frommen Gutsfrau. Sie hatte es schwer, mit der ungewohnten Arbeit fertig zu werden. Bei den anderen Bediensteten fand sie kaum Hilfe und Zuwendung. Häufig war sie verzweifelt und traurig. Sie hatte Heimweh und machte sich Sorgen um zu hause. Oft konnte sie trotz Müdigkeit nicht schlafen. Sie betete. Doch dann kam ein Brief. Sie durfte nach Hause. Ein Bruder war heimgekehrt. Er hatte für sie die Vormundschaft übernommen.

Sie war glücklich. Jesus hatte ihre Gebete erhört. Wie ein Licht stand vor ihren Augen das Wort:
Jesus hat dich lieb. Sie dankte Gott, der in Jesus ihr Leben gewandelt hatte.

Jesus ist mitten unter uns!
ER kann uns zum Licht werden, weil ER das Licht der Welt ist. Gott selber hat es bezeugt, als Jesus mit einigen Jüngern auf einem Berg war. Wir haben davon im Evangelium gehört: "Und er ward verklärt und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie Licht.... und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören" (Mt 17,2+5).

Wir können erfahren, dass Jesus Helfer in unseren Sorgen und Nöten ist. Wir können erfahren, dass Jesus uns an die Hand nimmt und uns zum himmlischen Vater, zu Gott bringt. Jesus hat den Weg zu Gott für uns von Sünde und Schuld freigeräumt.

Dafür hat ER gelitten, dafür ist ER gestorben.

Wenn Du Jesu Erlösungswerk annimmst und SEINE Vergebung erbittest, kannst Du den Weg zu Gott gehen. Dich erwartet ein Zuhause in Gottes Liebe und Geborgenheit.

In unserem Predigtwort aus dem 2.Petrusbrief begegnet uns Zuspruch und Einladung. Der Gemeinde damals und heute wird gesagt:

Wir haben euch kundgetan die Kraft und das Kommen des Jesus Christus. Wir haben es uns nicht ausgedacht, sondern die Apostel waren dabei als Gott diesen Jesus im himmlischen Glanz als SEINEN Sohn bezeugte, als ER sagte: "den sollt ihr hören":

Und die Propheten haben Gottes Worte über das Kommen und Wirken von Jesus empfangen.

Achtet auf diese Worte, dass ihr mit den Augen des Glaubens Jesus erkennt. Nehmt SEINE rettende Liebe an und vertraut SEINER Vollmacht.

Noch mag es in Euch und um Euch dunkel sein. Das Licht Gottes ist in Jesus um Euch, mitten in der Welt. Vertraut darauf und bittet Gott, dass Jesus Eure Herzen und Euer Leben erfüllt. ER kann Eurem Leben einen neuen Anfang geben, wie der Morgenstern den neuen Tag.

Dann wird Weihnachten mit dieser Woche nicht zu Ende sein. Alle Tage des Jahres werden von der Gegenwart Gottes in Jesus bestimmt sein.

Das gilt für die Tage, die von Freude und Glück erfüllt sind und es gilt für die Tage, an denen uns Notvolles und Schweres bedrückt und bedrängt.

Gott wird unsere Augen öffnen, dass wir sehen, wo die Menschen Gottes Liebe brauchen. Gott kann unsere Füße, unsere Hände und unsere Worte dorthin leiten, wenn wir uns schicken lassen. Denn SEIN Licht ist nicht nur für unsere Dunkelheit gekommen.

SEIN Segen sendet uns zu den Wartenden und zu denen, die nichts mehr erwarten, dass in der Welt neue Lichter der Hoffnung aufleuchten.

Das möge möge auch in der neuen Woche geschehen.

Ich grüße Sie herzlich
Ihr Pfr. i.R. Steinführer (geschrieben 20.01.2002)

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